Sarah Depold
13. März 2017

Alltag, Pflichten & Morgenroutine mit Schulkind & Kleinkind

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Laura schrieb vor kurzem einen Beitrag darüber, wie sie die Morgenroutine mit drei Kindern handhabt. Bei ihr klingt das eher entspannt, was ich für die Morgen bei uns nicht behaupten kann. Ich dachte sofort: Wow, das kommt auch bald auf mich zu: drei Kinder fertig machen. Davor habe ich sehr großen Respekt. Beim Lesen merkte ich jedoch, dass es trotz der (noch) unterschiedlichen Kinderanzahl einen großen Unterschied gibt: ich habe bereits ein Schulkind.

Ein Schulkind verändert den Alltag

Nie hätte ich gedacht, dass der Wechsel unseres großen Sohnes von Kindergarten auf die Schule so gravierenden Einfluss auf unseren Familienalltag hat. Obwohl ich mir mit meiner Teilzeitarbeit und dem nebenberuflichen Gewerbe meine Arbeitszeit frei einteilen kann, schränkt es mich sehr ein. Wir haben Glück: wir bekamen einen Hortplatz für unseren Sohn. Die Betreuung beginnt schon ab 7.45 Uhr, also bevor sein Unterricht meist zur zweiten Stunde beginnt. D. h. er muss irgendwann zwischen 7.45 und 8.30 Uhr in der Schule angekommen sein. Eine sehr große Zeitspanne. Doch da ist noch sein kleiner Bruder, der an einem komplett anderen Ort untergebracht ist. Zu Fuß ist das ein gutes Stück, sodass die Zeit bis zur Kita-Sperrzeit für das Frühstück sehr knapp ist. Kinder in verschiedenen Einrichtungen zu haben ist das erste Problem, dass ich mir im Voraus nicht so groß vorstellte. Mein Schulkind hat einen Hortplatz, der bis 16 Uhr läuft. Somit ist es gar nicht möglich, dass mein Mann ihn abholt, der bis 16 Uhr arbeitet. In Notfällen kann er zwar einspringen, doch stehen wir nachmittags stets vor der Frage: soll ich eine Stunde unterwegs sein, um beide Kinder pünktlich abholen zu können oder sollte unser 2-Jähriger bis 16.30 Uhr in der Kita bleiben, damit mein Mann ihn abholen kann?

Morgenroutine und Alltag mit Schulkind und Kleinkind.
Morgenroutine und Alltag mit Schulkind und Kleinkind.

Hausaufgaben: das notwendige Übel

Wenn ich meinen Sohn allein abhole, ist sichergestellt, dass er in Ruhe seine Hausaufgaben zu Hause erledigen kann. Im Hort ist es ihm zu laut dafür. Meist entscheiden wir uns für das geteilte Abholen der Kinder. Mir ist es auch lieber, dass er in Ruhe seine Aufgaben erledigt. Ist der kleine Bruder Zuhause, geht das nur mit viel Ablenkung. So nehmen wir in Kauf, dass der kleine Sohn ein wenig länger in der Kita ist. Ich denke jedoch: er ist gut betreut und bekommt dort in dieser Zeit mehr Spaß, als ich ihm zur Hausaufgaben-Zeit bieten kann, denn ich sitze auf seinen Wunsch daneben, wenn Sohn 1.0 arbeitet.

Das klappt zwar meist gut, doch bei manchen Aufgaben hatten wir bereits Diskussionen. Warum muss man etliche Reihen voll kleiner Zahlen füllen? Das ist doch langweilig, findet zumindest mein Sohn. Irgendwann hatte seine Lehrerin auch Erbarmen und gab ihm das nächste Matheheft, in welchem er rechnen darf. Die Langeweile verflog so schnell. Dennoch würde ein Pokemon-verrückter 7-Jähriger gerne sofort spielen, wenn er Zuhause ist. Stattdessen muss ich ihn ermahnen, dass er zuerst die Hausaufgaben erledigt. Das sorgt für zusätzlichen Stress. Warum kann man das nicht verpflichtend in den Hort einbinden. Die Antwort kenne ich natürlich: nicht genügend Personal & Geld. Dennoch finde ich es nervig, dass das auf die Eltern zurückfällt. Hausaufgaben sind Pflicht und ich muss dafür sorgen, dass mein Sohn sie erledigt.

Schulpflicht: nicht dürfen, sondern müssen

Als ich noch kein Schulkind hatte, belächelte ich die Urlauber, die ihre Kinder schon vor den Ferien aus der Schule holen wollten, damit sie billigere Flüge bekommen können. Heute nicht mehr. Wenn man plötzlich nur noch in den Ferien verreisen kann, merkt man die Preisunterschiede zwischen Haupt- und Nebensaison enorm. Doch das finde ich noch nicht einmal schlimm, da wir selten verreisen. Allerdings kam es im letzten Schulhalbjahr oft vor, dass Sohn 1.0 zusammen mit seinem kränkelnden Bruder Zuhause bleiben wollte, was jetzt nicht mehr geht. Es gibt die Schulpflicht.

Die Erziehungsberechtigten der Schüler sind zur Überwachung der Schulpflicht ihrer minderjährigen Kinder verpflichtet. Befreiungen von der Schulpflicht werden nur in eng begrenzten Fällen ausgesprochen. Kommen die Erziehungsberechtigten ihrer Pflicht nicht nach, dann stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar, die einen Bußgeldbescheid zur Folge haben kann. - Quelle: Wikipedia, Schulpflicht

Wir Eltern müssen folglich sicherstellen, dass unser Sohn zur Schule geht. Dass das nicht immer harmonisch klappt, dürfte klar sein. Geh zur Schule, sonst müssen wir Geld bezahlen! - Das hat noch kein Kind überzeugt. In manchen Bundesländern kann sogar eine Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten verhangen werden (Wikipdedia).

Nicht falsch verstehen, ich finde es super, dass unser Sohn zur Schule geht und er überhaupt die Möglichkeit dazu hat. Es geht nur darum, dass es am frühen Morgen oft Streit deswegen gibt, weil eben noch gekuschelt oder gelesen werden will. Die Schule beginnt zu früh. Das sagte übrigens schon meine Biologie-Lehrerin: der Bio-Rhythmus des Menschen ist nicht unbedingt darauf eingestellt. Auf Twitter witzelte ich schon, dass ich frei wählbare Urlaubstage für Schulkinder sehr toll finden würde. Dafür dürfen die Sommerferien gerne stark gekürzt werden. Ein weiterer Nachteil der Schule: wie sollen Eltern ohne großes Betreuungsnetz die große Anzahl der verpflichtenden Ferientage ausgleichen?

Morgenroutine mit zwei Kindern - Der frühe Vogel schläft noch

Am schlimmsten finde ich jedoch das Morgenprogramm. Es stört nicht, dass zwei Kinder - bald drei! - fertiggemacht werden müssen. Es stört, dass unser Tag um 6.25 Uhr beginnt. Wenn nicht gerade ein Highlight auf dem Tagesprogramm steht, kommt unser Schulkind meist schwer aus dem Bett, obwohl er früh einschläft. Im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder, der so gut wie nie schläft. Nach dem morgendlichen Kuscheln, steht der 2-Jährige mit mir freudestrahlend auf, lässt sich anziehen und putzt oft seine Zähne. Seine Belohnung: er darf danach frühstücken. Ich weiß, nach dem Frühstück wäre das Zähneputzen sinnvoller, doch so sind die Kinder erstmal fertig, sodass ich in Ruhe duschen kann. Der 7-Jährige zieht sich mit etwas Glück im Bett oder Bad an und putzt freiwillig seine Zähne. Das Frühstück lässt er meist aus, obwohl es in der Schule erst gegen 10 Uhr eine Frühstückspause gibt. Das erinnert mich stark an mich damals. Ich aß sehr selten vor der Schule.

Ganz glatt läuft es jedoch nicht jeden Morgen. Oft mag sich einer nicht anziehen, will noch spielen oder weigert sich die Zähne zu putzen. Oder sie müssen ihrem Papa ganz dringend etwas Wichtiges sagen. Wir haben jedoch die Abmachung, dass ich die Kinder in der Früh fertig mache und er sie dafür zur Kita und Schule bringt. So entlasten wir uns gegenseitig. Dafür dürfen sie ihn aber nicht stören, denn er arbeitet bereits Zuhause vor, damit er idealerweise um 16 Uhr Feierabend machen kann. Wir organisieren unser Familienleben nach Zeitplan. Wenn sich die Kinder nicht in ihre Outdoor-Jacken pellen, gibt es den nächsten Stress. Sie müssen pünktlich los, damit der Mann mit Kleinkind nicht vor verschlossener Kita-Tür steht und der große Sohn zeitig in der Schule ist. Was an Zeit verbummelt wird, muss zudem nachgearbeitet werden.

Theoretisch haben wir eine Morgenroutine mit zwei Kindern, doch praktisch hapert es an der Umsetzung oder an der Mitarbeit mit den kleinen Familienmitgliedern. Nächsten Monat kommt unser drittes Kind zur Welt. Dann werde ich zwar morgens mehr Zeit haben, doch die Frage ist: wie funktioniert das mit drei Kindern, wenn zwei davon pünktlich losgehen müssen? Dann haben wir zudem zwei Wickelkinder, die versorgt und eines noch gestillt werden möchte. Mein Morgen wird noch früher beginnen.

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Wie macht ihr das morgens?

Liebe Eltern mit zwei oder mehr Kindern: wie bekommt ihr das alles pünktlich auf die Reihe? Wie machen das Eltern, die sehr zeitig zum Schichtbeginn auf der Arbeit sein müssen - ohne Gleitzeit? Verlinkt euch gerne in den Kommentaren. :)

21 comments on “Alltag, Pflichten & Morgenroutine mit Schulkind & Kleinkind”

  1. Gibt es bei euch denn keine Lernstunde? Bei uns ist das eigentlich schon üblich.
    Man braucht dafür ja nicht zwingend mehr Personal, denn es ist ja egal ob das vorhandene die Kinder beaufsichtigt beim Spielen oder HÜ machen. Wobei letzteres sicher einfacher ist, da sie eh beschäftigt sind.
    Momentan haben wir nur ein Kiga Kind, das geht recht flott in der früh. Ich habe auch das Glück, dass mein Partner selbstständig ist und den Großen in den Kindergarten bringen und abholen kann. Ich denke nicht, dass das später ein Problem wird. Im September geh ich wieder arbeiten und dann geht der kleine in die Krippe, da wird dann jeder ein Kind an den passenden Ort bringen.
    Ich bin mir sicher, dass das einigermaßen klappen wird bei euch. Die Idee mit 16.30 Uhr abholen find ich gut, auf die halbe Stunde kommts jetzt auch nicht drauf an und du bist nicht so im Abholstress.
    Toi Toi Toi 🤗

    Lg

    1. Huhu Estefania,
      danke! :)
      Sie können, wenn sie wollen, Hausaufgaben machen. Doch Einzelbetreuung ist natürlich nicht möglich.
      Mein Sohn möchte das lieber Zuhause machen.

      Liebe Grüße
      Sarah

  2. Liebe Sarah, in der Tat, da kommt noch was auf uns zu! Und ich finde auch, dass die Schule zu früh beginnt. Danke für deinen Bericht und die Verlinkungen. Ich erzähle dann in einem halben Jahr. Liebe Grüße von Laura

  3. Hey Sarah,
    mein Job beginnt um Punkt acht (in einer Schule), mein Mann muss um kurz nach sieben den Bus nehmen, denn sein Zug fährt nur einmal die Stunde, klar ist hier darf nicht getrödelt werden, die Kinder gehen ab sieben in die Kita, dafür stehen wir gegen sechs auf, die Kids spätestens um halb sieben. Die Kids frühstücken in der Kita, in der kleinen Gruppe, die schon so früh da ist. Ein gemeinsames Frühstück fände ich wesentlich besser, aber der Stress wäre vorprogrammiert und so schmieren wir morgens vier Boxen und freuen uns auf das gemeinsame Abendbrot, wenn der Papa um sechs mal pünktlich kommt.
    Es läuft hier morgens sehr stark nach der Uhr, der große weiß wenn er früh wach ist und sich schnell anzieht, hat er Zeit zum Bücher anschauen. wir räumen die Spielsachen abends weg und er weiß das wir unter der Woche dafür morgens keine Zeit haben, dafür spielt er am WE dann morgens gerne und intensiv, was uns einen ruhigeren Start in den Tag ermöglicht.
    Es ist bei weitem nicht optimal, aber wir habe uns gut eingespielt. Stressig wird es eigentlich nur, wenn ein Kind über Nacht krank wird (passiert ein Glück nicht so oft). Zur Erleichterung legen wir die Kleidung schon abends hin.
    Euch wird es sicher auch gelingen einen Ablauf mit drei Kids zu organisieren, Viel Erfolg dabei!

    1. Hi Alex,
      das mit dem Spielzeug ist ein guter Tipp. Den Fehler machen wir immer wieder. Besonders mein Großer ist leicht abgelenkt und braucht dann sehr lange zum Anziehen.
      Danke! :)

  4. Hallo Sarah,
    wir haben auch drei Kinder, der Große 7 geht in die erste Klasse, meine 5 Jährige Tochter in den Kindergarten und mein 1,5Jähriger wird noch zu Hause von mir betreut. Ich arbeite seit einem Jahr wieder, allerdings nur wenige Stunden im Monat, vor allem Nachts, Wochenends oder an Feiertagen, wenn mein Mann zu Hause die Kinder betreuen kann.
    Ich stehe täglich um 6.30Uhr auf, mache mir einen Kaffee (sehr wichtig😊), bereite das Frühstück und die Pausenbrote vor, wecke die Großen, wickle und füttere den Kleinen und wiederhole währenddessen bis zu 10Mal, dass sich die Großen bitte anziehen, zum Frühstück setzen, Zähneputzen und fertigmachen sollen. Zum Glück startet auch bei uns die Schule erst zur 2. Stunde, so dass mein Großer um 8.20Uhr mit seinen Freunden zur Schule losläuft. 10-30Minuten später schaffe ich es dann mit den beiden Kleinen aus dem Haus (der Frühstückstisch ist dann aber oft noch nicht abgeräumt). Mein Mann ist dann bereits seit 1Stunde unterwegs, kann also leider morgens nicht mehr viel mithelfen. Allerdings finde ich, dass sich unser Morgen ganz gut eingespielt hat. Ich fahre oft mit dem Rad zum KiGa und habe beide hinten im Anhänger, das geht am schnellsten. Der Weg dorthin dauert zum Glück nur ein paar Minuten.
    Aber ich muss ehrlicherweise sagen, dass es nicht immer so gut lief. Gerade als der Jüngste noch ganz klein war, hab ich es oft gar nicht vor 9Uhr aus dem Haus geschafft und dann auch oft noch im Schlafanzugoberteil und das Baby ebenfalls noch nicht angezogen oder gestillt. Damals konnte mein Mann mich zum Glück noch mehr unterstützen, da er arbeitsplatztechnisch noch näher dran war.
    Ich wünsche dir für die kommende Zeit mit dem neuen Baby alles Gute. Lass dich nicht unnötig stressen und nimm Hilfe an, wenn sie die geboten wird... oder frag danach! Liebe Grüße Jessica

    1. Huhu Jessica,
      danke, das ist echt spannend, andere Abläufe zu erfahren!
      Vielleicht können wir auch bald Kinder gemeinsam zur Schule gehen lassen. Alleine traue ich ihm das noch nicht zu.
      Das würde schon sehr helfen. :)
      Liebe Grüße
      Sarah

  5. Hallo Sarah,
    Meine Kinder sind im selben Alter wie deine daher kann ich deinen Morgenstress gut nachfühlen.
    Mein ist angehender Lehrer und muss daher pünktlich los, dafür steht er aber mit uns oder kurz vor uns auf und kümmert sich um die Verpflegung der Kinder für Schule und Kita. Der Große erledigt alles selbstständig, nur frühstücken möchte er nicht. K2 braucht da ein wenig mehr Antrieb und viel Geduld bis ich sie fertig habe. Ich kann sehr flexibel im Job beginnen und auch gehen, das ist ein großer Vorteil. Ich kann auch nach Lust und Laune im Home Office arbeiten. Direkt Nach der Arbeit hol ich beide wieder ab. In unserem Hort gibt es eine Hausaufgabenstunde, da kann K1 alle schriftliche Hausaufgaben erledigen - das hilft ungemein!

    LG Sabrina

    1. Huhu Sabrina,
      klingt toll!
      So sehr stört es mich gar nicht, dass mein Sohn die Hausaufgaben Zuhause macht, doch ist da eben immer noch diese lästige Pflicht vor dem Spielen. Doch wenn es im Hort zu laut ist, klappt es für ihn auch nicht. Ich werde später nochmal nachhaken, was er von Hausaufgaben im Hort hält. Das wäre ja was. :)

  6. Ich würde gern was kreatives zu beitragen aber ich hab ja nur 1 Kind :D du hast auf jeden Fall meinen vollen Respekt! Ich glaube wichtig ist vor allen Dingen eins: zeitliche Routine, gleiche Abläufe. Das hilft uns am Morgen mit zumindest einem Kind und das ist oftmals morgens trotzig und mag nicht in die Kita ^^;
    Vielleicht hilft ja auch wenn ihr den Wecker vom großen Morgens eher stellt und er nochmal paar Minuten zum weiterdösen hat?! Ich persönlich mag sowas ja gar nicht. Wenn der Wecker klingelt, stehe ich direkt auf xD
    Ich drück die Daumen, dass es nicht ganz so stressig wird und ihr schnell ein für euch passendes Morgenritual findet!
    LG Anne

    1. Ähm, Wecker. Ja, da war war.
      Liebe Anne, da hast du tatsächlich geholfen. Wir sollten dieses Ding einfach wieder anmachen, damit er schon vorgewarnt ist und nicht ich die Böse bin, die ihn immer weckt.
      Manchmal sind es die einfachen Dinge. :D
      Verrückt. ^^

    2. Haha das freut mich ja wenn ich tatsächlich helfen konnte :D kannst ja mal berichten wies so läuft nach ner Weile.
      Liebe Grüße!!

  7. Hallo!
    Wir haben 2 Kinder. Der Große geht in die Schule und der Kleine zur Tagesmutter. Die Schule beginnt bei uns 7.55 Uhr. Der Kleine muss zwischen 8 und 8.30 Uhr bei der Tagesmutter sein. Ich stehe 5.55 Uhr auf. Brotdosen werden abends gemacht. Frühstücken tun wir gemeinsam. Muss sein, sonst ist bei den Kindern der Tag im A... Mein Mann kann hier wenig helfen, entweder er ist auf Frühschicht oder schläft noch, weil er aus der Spätschicht kam.
    Mittlerweile geht mein Sohn allein zur Schule. Diese ist 700 m entfernt. Den Kleinen bringe ich mit dem Bus zur TaMu, dieser fährt 8.09 Uhr. Der Große zieht sich ohne Murren und Bummeln an. Der Kleine will immer spielen und wir hetzen dann oft zum Bus. Aber irgendwie hat es sich schnell eingepegelt.
    Nur Mut! :)

    1. Danke! Funktioniert aber oft auch nur auf dem Papier! :) Wobei der Bus leider nicht auf uns wartet.

  8. Liebe Sarah, zu dem Thema könnte ich Romane schreiben :-)
    Unsere Kinder sind 8, 6 und 3, und da wir Schule und Kindergarten nur mit dem Auto erreichen können, müssen wir alle gleichzeitig morgens los. Das bedeutet: wir müssen alle um 7.30 Uhr im Auto sitzen, denn die Schule beginnt um 8 Uhr und wir fahren 15-20 min.
    Unser Wecker klingelt um 6.30 Uhr, und dann wecke ich nacheinander alle Kinder. Mein Mann ist zu dem Zeitpunkt immer schon auf der Arbeit. Er richtet jedoch vorher schon sämtliche Brotdosen, sodass ich mich "nur" darum kümmern muss, dass alle frühstücken, sich anziehen, Zähne putzen usw.
    Im Großen und Ganzen läuft alles gut bei uns. Die beiden Großen ziehen sich komplett selbstständig an, d.h. sie suchen auch selbst die Sachen heraus. Noch vor 1, 2 Jahren haben wir aber abends die Sachen herausgelegt, da das Auswählen der Kleidung morgens viel zu lange dauerte.
    Die Kleinste ist oft der limitierende Faktor. Wenn sie nicht mitspielt, wird es stressig. Und sie ist noch in dem Alter, in dem einem schnell mal etwas nicht passt (kratzige Socken, falsche Unterhose, will mich nicht anziehen...). Da macht es eben doch einen Unterschied, ob man die Uhr im Nacken hat oder erst bis 9 in der Kita sein muss, wie es bei den beiden Großen der Fall war war, bevor sie in die Schule kamen. Mir tut es manchmal auch leid für die Kleinste, dass sie schon so mit drinhängt im morgendlichen Zeitdruck. Das hatten die beiden Großen in dem Alter noch nicht.
    Ich fände es jedenfalls deutlich angenehmer, wenn die Schule etwas später anfangen würde. Als wir nur Kita Kinder hatten, mussten wir z.B. nie einen Wecker stellen, weil wir immer von alleine rechtzeitig wach waren. Ich denke schon, dass der Schulbeginn für unseren Biorhythmus zu früh ist. Aber es hilft nichts, wir müssen da durch, und bisher ist es so, dass es immer einfacher wird, je älter die Kinder werden. Am stressigsten habe tatsächlich die Zeit in Erinnerung, als Kind 3 gerade geboren war. Da musste zwar noch niemand in die Schule, aber diese Unberechenbarkeit beim Stillen, Schlafen und schon wieder vollen Windeln fand ich sehr anstrengend, wenn wir morgens pünktlich los wollten.
    Und dass ihr morgens zu zweit seid und du nicht mit allen Kindern alleine so früh los musst, ist echt toll. Das erleichtert bestimmt einiges. Liebe Grüße, Christine :-)

    1. Huhu Christine,
      danke für deinen Bericht!
      Mich gruselt es ja ein wenig, wenn mein Mann nächste Woche wieder arbeiten muss und ich mit Schulkind, Kleinkind und Baby das irgendwie wuppen muss.
      Wir wissen noch nicht so recht, wie wir das machen, da die Kinder teils sehr bummeln und er frühs von Zuhause arbeitet, bevor er sie zur Schule und Kita bringt. Das wird eine Umstellung für alle...

  9. Hallo, also unsere drei sind 12/10/7
    Alle zur Schule. Beide Eltern arbeiten. Jeweils 1jahr Elternzeit. Mein Mann geht ca 6.30 los. Ich muss 7.15 los um 7.45 bei der Arbeit zu sein.
    Die Mädels müssen ihren Weg allein schaffen. Die kleine in der Laufgruppe. Start 7.15, wenn ich losmuss. So hat sie genug Zeit zum Trödeln auf dem Weg. Die Großen mit dem Rad. Morgens gibt es natürlich manchmal Stress und Ärger. Aber es wird immer besser. Auch als sie klein waren hat es immer so funktioniert. Da waren sie allerdings dann auch um 7.15 im Kindergarten.
    Wir stehen ca 5.30/5.45 auf. Damit wir morgens kurz noch ein paar Minuten für einen ruhigen Kaffee haben, bevor der Wahnsinn dann losgeht.
    Hausaufgaben nicht im Hort zu machen, ist bei uns keine Option. Ich bin da streng. Klar ist manchmal nicht alles fertig, aber sie können sich gewöhnen. Sie sitzen dort in Kleingruppen mit den Erziehern. Mittlerweile klappt es ganz gut. Bei den Großen ging das auch. Da muss vor allem eine klare Kommunikation der Regeln und auch Erwartungen erfolgen. Dann klappt das in der Regel, zumindest nach einer gewissen Weile. Der Charme dabei ist, dass man Dann die Diskussion zuhause nicht mehr hat und mehr Zeit zum Spielen und lesen üben hat. Ich komme meist gegen 16 Uhr nach Hause. Manchmal auch gar nicht. Dann muss mein Mann pünktlich zuhause sein. Schafft er auch. Auch da gelten klare Regeln und Absprachen. Alles sehr verlässlich- auch für die Kinder.

    1. Hi Elsa,
      danke für den ausführlichen Bericht!
      Das klingt richtig gut! Aber 5.30 Uhr ist schon eine Hausmarke!
      Hausaufgaben im Hort klingt eigentlich ganz gut. Bisher macht er das eher selten dort. :)
      Danke dir!
      Viele Grüße
      Sarah

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