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Sarah Depold
6. Januar 2017

Drittes Kind - Entscheidung: ja oder nein?

Dass wir ein drittes Kind haben möchten, ist noch gar nicht so lange klar. Ok, gleich nach der Geburt von Sohn 2.0 wünschte ich mir ein drittes Baby, weil sie eben so gut lief. Wir waren uns schließlich ziemlich schnell einig, dass wir noch ein Baby haben wollen.

Vorab googelte ich natürlich viel und kam nochmal auf den Blogbeitrag von Berlinmittemom, der sehr gut meine Gefühle widerspiegelt. Im Kopf erstellte ich eine Pro- und Contra-Liste für bzw. gegen ein drittes Kind. Die Entscheidung überließ ich letztlich doch dem Herz, denn sachlich kann man das gar nicht. Nach dem 3. Kind werden wir komplett sein. <3

Fragen, die wir uns vor dem dritten Kind stellten

Obwohl einiges dagegen sprach. Wir haben "nur" eine 4-Zimmer-Wohnung, 5 Zimmer in guter Lage sind in unserem Stadtteil von Berlin selbst für Gutverdiener nicht unbedingt bezahlbar. Daher werden sich unsere Kinder, zumindest zwei von ihnen, ein Zimmer teilen. Das sehe ich im Moment noch nicht als problematisch an. Fragt nochmal, wenn die Pubertät anklopft. Unser Baby-Mädchen wird zunächst bei uns im Schlafzimmer schlafen, wo uns auch der kleine Sohn nachts heimsucht. Neuerdings auch wieder der Große, der sich heimlich in unser Bett schleicht, bevor wir dort ankommen. Volles Haus im Familienbett!

Zudem gaben wir alle Babysachen von Sohn 2.0 weiter. Wir hatten nichts mehr unter Gr. 74/80, erst recht keine Erstausstattung. Alles, was blieb ist das Babybett, in dem bereits ein paar Stangen fehlen. (Mittlerweile haben wir sehr viele Babysachen von Freunden geschenkt bekommen. <3) Geldlich machte ich mir weniger Sorgen, wird schon satt, dachte ich mir. Gedanken machte ich mir allerdings um eine mögliche Schwangerschaft: wird es diesmal klappen? Immerhin wäre dies meine 5. Schwangerschaft. Für unser zweites Kind mussten wir damals hart kämpfen inkl. Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft.

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Drittes Kind -Entscheidung: ja oder nein?

Was machen wir mit dem Auto? Drei Kindersitze passen in unseren Kombi nicht nebeneinander. Sobald ich wieder Gazellen-Maße habe, werde ich mich folglich auf den Mittelsitz zwischen den riesigen Kindersitzen platzieren. Das ist kein Spaß, allerdings mehrere tausend Euro billiger als die Alternative. Der große Sohn wird dann vorne sitzen dürfen.

Wir haben keinen richtigen Kinderwagen mehr, lediglich unseren Buggy Moon Flac. D. h., wir müssen einen neuen Kinderwagen kaufen, mit dem auch der kleine Sohn mitfahren kann. Ein Geschwisterwagen fällt raus, da er mit (dann) 2 Jahren und 10 Monaten vermutlich mehr laufen wird. Ein weiteres Kind ist nicht geplant. Also werden wir einen Wagen mit Buggy Board suchen.

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Der Buggy wird noch gebraucht, also muss ein Kinderwagen mit Buggyboard her.

Wie regeln wir das mit der Betreuung während der Geburt? Klappt es mit der geplanten ambulanten Geburt? Das ist ein Thema, das mich schon lange beschäftigt, denn meinen Mann möchte ich als Unterstützung unbedingt dabei haben. Darüber schreibe ich nochmal separat. Vielleicht hilft es mir, die Panik zu nehmen. Bloggen als Seelenheilung: klappt öfter.

Können wir drei Kindern gerecht werden?

Die wichtigste aller Fragen. Mit zwei Söhnen sind wir gut ausgelastet, wir werden stark gefordert und es ist oft sehr anstrengend. Das Schlimmste ist, dass Sohn 2.0 mit 2,5 Jahren noch nicht durchschläft, wie wir es vom großen Sohn gewohnt sind und er zudem spät einschläft. An schlechten Abenden gehen wir mit ihm gemeinsam ins Bett. Einer von uns hat immer seine Füße in der Nase - die Freuden des Familienbetts. ;)

Was sehr hilft: die beiden Jungs spielen seit einigen Monaten direkt miteinander. Der Große schnappt sich den Kleinen, knetet, baut Lego, Schienen etc. auf. Oft funktionieren sie super zusammen. Dennoch brauchen beide ihre exklusive Zeit mit uns. Der Große noch mehr als sein Bruder, der es nicht anders kennt. Sohn 1.0 wäre noch immer gerne Einzelkind und betont das auch manchmal. Dennoch denke ich, dass Geschwister ihm gut tun. Weg von dem typischen Einzelkind-Verhalten, hin zum Sozialen. Das hat er auch in der Kita perfekt gelernt und wendet das mitunter auch zu Hause an.

In der anfänglichen Babyzeit erscheint mir das als sehr einfach, für die Jungs da sein, während unser Baby-Mädchen immer dabei ist, gestillt, gewickelt und getragen wird. Abends stelle ich es mir schwieriger vor, wenn die Schreiattacken starten. Dann wird wohl einer das Baby tragen und der andere den Jungs vorlesen und sie in den Schlaf begleiten. Wir könnten haben dann zwei Kinder, die abends schlecht einschlafen.

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Schlaf ist selten bei Sohn 2.0. Schade eigentlich.

Entscheidung für ein drittes Kind

Grübeln kann man immer, ich bin auch der perfekte Typ dafür. Doch so ein kleines Baby-Mädchen wäre doch toll, dachten wir. Wir versuchen es. Diese Überlegungen kamen erst mit dem Abstillen von Sohn 2.0. Dass wir, bzw. mein Mann (!) unbedingt ein Mädchen haben wollten, wurde sicher schon in meinen vorherigen Beiträgen deutlich: Wann bekommen wir endlich ein Mädchen? Nicht zu erwähnen brauche ich, dass ich auch einen dritten Jungen liebend begrüßt hätte. So bekommen wir nach zwei Jungs ein Mädchen. Unser Zusammenleben wird sicher nochmal aufgerüttelt!

Diesmal wollten wir vorbereitet und genau informiert sein und entschlossen uns zum Harmony-Pränatal-Test. Wir erfuhren nicht nur, dass er keine der bekannte Trisomien hat, sondern auch das Geschlecht. Es wird ein Mädchen! Wir durften uns bereits in der 15. Schwangerschaftswoche über das sichere Ergebnis freuen.

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Drittes Kind: ja oder nein? Für uns ist die Antwort klar. Eine Entscheidungshilfe.

Mit 30 Jahren sind wir beide bei der Geburt des dritten Kindes noch jung. Vor allem im Verhältnis zu den Eltern in unserer Umgebung. Hier bekommen viele das erste Kind er mit Anfang / Mitte 30. Kinder bekommen wollte ich immer, solange ich noch jung bin. Daher bekamen wir unser erstes Kind im Studium mit 23 Jahren. Mit Geburtsjahren von 2010, 2014 und 2017 haben die Kinder für mich auch einen sehr guten Altersabstand. Zumindest die Jungs haben derzeit ähnliche Interessen.

Job und drei Kinder?

Wir sind beide gut im Arbeitsleben angekommen und fühlen uns sehr wohl, wo wir stehen. Ich möchte nach meiner Elternzeit wieder meinen Job aufnehmen und auch nebenberuflich bloggen und ein kleines Taschengeld dazu verdienen. Ein Hobby, das mir Spaß macht. Auch mein Mann wird ein paar Monate in Elternzeit gehen und dann hoffentlich auch die Kita-Eingewöhnung übernehmen.

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Kita-Eingewöhnung: Darf mein Mann machen.

Er freut sich sogar darauf. Der Kita-Platz wurde uns für 2018 bereits zugesagt und wir freuen uns sehr, dass Sohn 2.0 zusammen mit seiner Schwester dorthin gehen wird. Das hat sich bei unseren Jungs als sehr gute Erfahrung herausgestellt. Zu Beginn war Sohn 2.0 noch bei der Tagesmutter, doch so richtig geklappt hat das nicht und die Kita hatte plötzlich doch einen Platz für ihn frei. Diesmal planen wir von vornherein so.

Ein drittes Kind bekommen, bedeutet auch, dass mehr Kinder krank werden können. Dank Homeoffice können wir auch einspringen, wenn die Kita oder die Schule mal wieder anruft, damit wir ein plötzlich erkranktes Kind abholen. Es ist stressig, doch geklappt hat das bisher immer mit der Kinderbetreuung im Homeoffice. Dafür bin ich unseren Arbeitgebern sehr dankbar! In meinem neuem Job (seit Juli 2015) musste ich noch keinen Kinderkrank-Tag einreichen. Es hat alles durch Organisation und Verständnis funktioniert.

Haushalt und Kinderbetreuung werden geteilt

Ich arbeite zwar weitaus weniger im Hauptjob als mein Mann, der Blog und die Arbeit drumherum nicht eingezählt, doch teilen wir die Arbeit im Haushalt und mit den Kindern sehr fair auf. Er bringt die Kinder derzeit morgens weg und holt ein Kind ab, das ich zu Fuß schlecht erreiche. Den Haushalt wälzt er nicht auf mich Teilzeitarbeitende ab, sondern packt mit an. Vermutlich auch, weil ihn die Unordnung in manchen Bereichen mehr stört als mich. ;) Ausmisten und der Minimalismus-Gedanke hilft schon in Ansätzen sehr in unserer Familie.

Es ist eine große Entlastung, dass ich, trotz mehr Freizeit, nicht alles allein machen muss. Vor allem morgens finde ich es toll, dass mein Mann die Kinder wegbringt. Ich arbeite gerne sehr früh, damit ich viel schaffen kann - morgens bin ich am produktivsten.

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Den Haushalt teilen wir uns gerecht auf.

Wir freuen uns auf das dritte Kind!

Liebes Baby, liebe Tochter, wir freuen uns sehr auf dich! Nur noch 16 Wochen, dann bist du bei uns und wir fangen von vorne an. Mini-Windeln wechseln, nachts nicht nur ein Kind ins Bett holen, sondern ein weiteres stillen und herumtragen, endlos lange spazieren gehen, Babyduft riechen, eng kuscheln und dir bei der Entwicklung zuschauen. Wisst ihr noch, wie Babys duften? <3

Baby ist 2 Monate alt - mamaskind.de
Der Duft des Babys: unbeschreiblich!

82 comments on “Drittes Kind - Entscheidung: ja oder nein?”

  1. Huuups, sorry, voll lang geworden

    Liebe Sarah,

    Übers KinderzimmerAusmisten bin ich auf deinen Blog gestoßen. Für einen ersten Kommentar kommt gleich vielleicht zunächst zuwenig Weichspüler, aber warte ab und lies bis zum Schluss😊

    Ich habe selber drei Kinder mit einem Jahresabstand von gut 2 Jahren zwischen 1.0 und 2.0 und dann 3 Jahre zwischen 2.0 und 3.0. Zu Beginn also 3 Kinder unter 6 zuhause. 2.0 auch eher sparsam in Bezug aufs nächtliche Schlafen und 3.0 von Geburt an die Einschlafbegleitung gewöhnt.
    Was soll ich sagen? Als mein Mann nach 2 Wochen wieder arbeiten ging (immer 3-5 Tage weg) und das beste Baby von allen auf einmal nicht immer nur schlief, war es sehr wenig schön. Tagsüber nicht und abends noch weniger, nachts allerdings nur naja (schätze, ich habs vergessen😁)
    Wie oft haben wir abends alle geheult mit unserem individuellen Kummer und ich habe mich gefragt, was ich jedem von uns da antue.

    Was ich aber eigentlich schreiben wollte: seit 1-2 Jahren fragen die Kinder doch allen Ernstes, ob wir nochmal ein Baby haben können. Ich zeige ihnen dann immer den Vogel und sage: Kinners, erinnert ihr euch nicht, wie schrecklich das alles am Anfang war?
    Nö!
    Wir erinnern uns nur noch an die vielen Momente, die in Bild und Ton festgehalten sind. Das erste Aufeinandertreffen der Geschwister, das erste AufdemArmhalten, der vererbte Lieblingsstrampler und 100tausend Weißt-Du-noch-Momente.

    Was ich sagen will: "das 3. Kind läuft so mit" fand ich nie, auch heute nach knapp 5 Jahren noch nicht. Warum sollte es auch? Wir sind alle gleichwertig und keiner läuft so mit. Aber es ist NIE NIE NIE langweilig, wir hatten wundevolle Urlaube mit Kindern, die sich alleine genügen. Sie "schlagen" und vertragen sich in einem fort. Sie lachen miteinander, sie denken sich wunderbare Sachen aus, sie sind immer einer mehr als wir Eltern und das ist total ätzend und total toll gleichzeitig. Ich bin oft so durch und genervt von dem konstanten Gebrabbel und möchte doch nicht tauschen. DAS ist das wahre Leben und ein großer Schatz. Mit viel Tschakka und manchmal jemandem zum Ausk*tzen schafft man es.
    Helfende Hände in der direkten Nähe wären natürlich noch schöner für alle Beteiligten, aber es geht auch irgendwie immer so und der Mantel des Vergessens ist - gerade bei Kindern - anscheinend wunderbar plüschig weich und groß.

    Bei uns ging die Geburt übrigens ganz klassisch mitten in der Nacht los, am frühen Morgen wurde das Kind geboren und das Frühstück haben mir die Geschwister ins Krankenhaus gebracht beim Abholen. Ihr braucht nur einen Babysitter, der euch nachts auch hört, damit ihr mit geplatzer Fruchtblase kurz vor Mitternacht nicht noch spontan umplanen müsst so wie wir. Aber 3. Kind kennt man sich ja aus mit gebären😂

    Alles Gute!

    1. Liebe Katharina,
      zu Beginn dachte ich, oh, jetzt machst du mir aber Angst. Aber du hast recht, Schönreden hilft am Anfang nicht, es ist für alle Stress. Da kommt ein kleines Geschwisterchen, was die ganze Bude auf den Kopf stellt und den größeren Kindern die Show stiehlt.

      Bei den Jungs dachte ich vor einer Weile noch: mit den beiden, das wird nie was. Und nun spielen sie so schön miteinander. Danke, dass du deine Erfahrungen geschildert hast. Heißt wohl für mich: alles digital festhalten. :D
      Liebe Grüße
      Sarah

  2. Das Bauchgefühl sagt einem, ob es richtig ist oder nicht. Mir hat es lange gezeigt, dass ich mit dem Thema Kind noch nicht abgeschlossen hatte. Wir konnten uns von nichts trennen, obwohl wir immer gesagt haben: Eines ist genug.
    Und dann meinte ich irgendwann: Wir sind bald zu alt, um es selbst zu entscheiden. Lass es das Schicksal entscheiden, denn der Bauch ist ja scheinbar noch dafür. Und dann ging alles ganz schnell. Man kann alles tot grübeln. Oder eben schauen was möglich ist. Hätte sich bei uns nicht spontan der Umzug ergeben, hätten wir auch mit K2 erstmal 2-3 Jahre in der 2 1/2 Zimmer Wohnung verbracht. Das hätte schon geklappt mit etwas Zimmer - und Möbeltausch. Und heute möchte ich wirklich nichts davon missen. Mein Bauch kennt mich halt am Besten ^^ Und noch fahren wir einen kleinen Golf *hihi*

  3. Liebe Sarah,
    Geschichten wie deine machen mir Mut und dafür möchte ich dir danken. Wir haben schon 2 Kinder. Die Große wird dieses Jahr 10, der Kleine 7 Jahre alt. Ich wollte immer 3 Kinder haben, aber wegen Wohnung, Auto, etc. hatten wir eigentlich schon abgeschlossen. Vor ein paar Monaten überkam es mich dann wieder und mein Mann stimmte zu. Wir versuchen es ein drittes Mal. Wir werden uns auch keine andere Wohnung leisten können. Auto auch nicht. Ich bin ausserdem 10 Jahre älter als du. Alt also 😉. Spätgebährend. Wir werden sehen, ob das noch mal klappt.
    Ich wünsche euch alles Gute. Danke für deine Geschichte ☺.
    Liebe Grüße Carola

  4. ich hab mir es einfacher vorgestellt mit 3 en,.. aber es ist definitiv nicht einfacher! jeder der drei ist sehr unterschiedlich und hat Bedürfnisse und will immer alles sofort,.. man braucht Nerven wie Drahtseile und jede menge Gelassenheit. und viele Babysitter! und Zusprüche und Ermutigungen von außen. man kommt sehr oft an die Grenzen, Körperlich und Seelisch. Und man muss wissen das Kinder am meisten trotzen und bockig sind wenn sie wissen das sie besonders geliebt sind.

    1. Hallo Dorothea,
      danke für deinen Kommentar.
      Das mit den Nerven habe ich schon befürchtet. :D
      Ich kann nur hoffen, dass es bei uns irgendwie klappt. Babysitter sind nämlich Mangelware. Die ersten Jahre sind sicher stressig. Und dann kommen die Großen auch schon in die Pubertät... Hach ja.
      Ob wir uns das gut überlegten? ;)
      Liebe Grüße
      Sarah

  5. > Weg von dem typischen Einzelkind-Verhalten, hin zum Sozialen.

    Was bitte ist typisches Einzelkind-Verhalten? Nicht teilen, nicht mit anderen Kindern können, nicht alleine spielen können? Alles Quatsch und veraltete Vorurteile! Unser Sohn, Einzelkind durch und durch, hat sehr gute soziale Kompetenzen (sagen nicht nur wir Eltern), ist sehr beliebt bei anderen Kindern, kann sehr gut mit anderen Kindern spielen, teilt zu 80% seine Spielsachen und hat keine sozialen Defizite!
    Im Gegenteil, er muss sich nicht ständig behaupten, bekommt die Aufmerksamkeit die er braucht und möchte und ist kein "schwieriger Zeitgenosse" wie es vielleicht andere Sind die bei den kleinsten Problemen die Ellenbogen ausfahren um sich behaupten zu müssen.

    Das dieses Einzelkind-Verhalten quatsch ist zeigen auch Studien, siehe: http://www.sueddeutsche.de/leben/einzelkinder-man-sollte-geschwister-nicht-zu-sehr-verklaeren-1.2650857

    1. Ich finde schon, dass ich typisches Einzelkindverhalten zeige und auch mein Großer hat das. Natürlich hängt das von den Eltern ab, wie sie damit umgehen. Wir schenkten ihm damals beispielsweise sehr viel, zwischendurch. Diese Erwartungshaltung für Geschenke, das nicht Teilen wollen, das Kind auf den Thron setzen (wie der garstige Junge von Game of Thrones) das meine ich damit. Und das sehe ich persönlich.

      Egal, was andere Studien sagen, das ist mein persönlicher Eindruck. Ich teile jedenfalls nicht gerne. ;)

  6. Also ich bin mittlerweile fast Mitte dreißig. Kind Nr.1 kam 2011 zur Welt. Es war nicht geplant. Ich habe damals geweint und mein Mann sich gefreut.... Er hat 2 Jahre danach gefragt ob wir nicht ein zweites möchten. Ich habe immer verneint. Ich wollte doch auch was in meinem Leben erreichen. Beruflich versteht sich. Nicht nur verzichten und Hausmutti sein. Doch dann ab 2015 habe ich der Natur einen Freifahrtsschein gegeben. Schließlich wird man nicht jünger und das Kind Nr.1 immer älter. Auch wir mussten nicht lange warten. Dann war Kind Nr.2 unterwegs. Ich bin ehrlich ich bin nicht die stolzeste Schwangere in diesem Universum. Das liegt aber daran, dass ich mit der Umstellung meines Körpers in diesem Zeitraum nicht gut umgehen kann. Aber ich sage immer: lieber eine schlechte Schwangere und dafür eine gute Mutter. Und siehe da: Seit Anfang Mai 2016 ist unsere 2. Tochter auf der Welt. Wieder ein Baby für Anfänger. Entspannt, entspannt und ruhig. Genauso wie Ihre Schwester. Jetzt kommt der Witz. Nun war ich die, die zu meinem Mann gemeint hatt:"Wollen wir nicht noch ein drittes Kind?" Also schönen Abend noch. Freue mich auf deine Erfahrungsberichte

    1. Hallo Doro,
      das ist ja echt eine Wandlung! :)
      Bei manchen Dingen gilt wohl wirklich: einfach machen.
      Noch bin ich ganz zuversichtlich, dass wir mit heilen Nerven verbleiben - wenn die Kinder dann groß sind.
      Ich berichte auf jeden Fall. :)
      Viele Grüße
      Sarah

  7. Hallo Sarah,

    Nach diesem Beitrag blieb mir ganz stark eine Frage hängen. Wie klappte es während des Studiums? Zum einen zeitlich und zum anderen finanziell? Wer hat denn von euch studiert?
    Ich stelle mir das sehr schwierig vor, sehe es aber als vorbildlich das zu schaffen. Vielleicht könntest Du Dich dazu äußern oder, wenn Du das schon irgendwo gemacht hast, einen Link dazu Posten. Dankeschön und viel Erfolg weiterhin.

    PS.: falls Ihr immer noch auf der Suche nach einem Kinderwagen seid, schaut doch mal vorbei auf insert spam here. Man lernt bekanntlich nie aus, sind auch für Verbesserungsvorschläge offen! :)

    1. Ich kann ja nicht für Sarah sprechen... aber bei uns kommt jetzt in meinem Studium sogar das zweite Kind. Vielleicht kann ich da ein bisschen erzählen.
      Ich hab mit dem Studium angefangen, als unsere Tochter 1,5 Jahre war und mein Mann noch in der Ausbildung. Da gab's am Anfang noch ein "kleines Taschengeld" vom JobCenter. Aber nur für's Kind, weil man als Student ja nicht arbeitslos ist... Für BaföG verdienen meine Eltern zu viel, unterstützen uns dafür aber auch nochmal mit 300€ im Monat.
      Während der Ausbildung mussten wir finanziell also ein paar Abstriche machen, aber seit Ausbildungsende, geht es uns super. Größere Wohnung, neues Auto. Hab nie das Gefühl, dass wir besonders sparsam leben müssen. (Aber das liegt vielleicht an unserem Lebensstil?)
      Das mit der Zeit... vermutlich kommt es auf den Studiengang an. Bei mir (was Soziales ;) ) gibt's viele Mamas und wir schaffen das alle eigentlich gut. Ich bin meist eben nur 3 Tage in der Hochschule, aber das liegt auch an meiner langen Anfahrt von einer guten Stunde.
      Unter Umständen braucht man dann noch ein oder zwei Semester mehr. So wird es bei mir auch sein. Länger möchte ich aber nicht. Deshalb wird es bei mir auch kein komplettes Urlaubssemester nach der Geburt geben.
      Aber dass Baby und Seminar auch parallel läuft, habe ich schon von einigen anderen gehört. Bisher war auch jeder offen für meine Tochter. Auch mit zwei einhalb. Und da sind sie viel wirbeliger als ein 2-monatiges Baby...
      Also von jemandem der mitten drin steht: Im Alltag denkst du nicht darüber nach. Es klappt einfach. Auch nicht anders als bei all den anderen Familien da draußen.
      Ich hoffe, ich konnte einen kleinen Einblick geben.
      Liebe Grüße
      Kathrin

  8. Hallöchen, ohje diese Frage.. drittes Kind ja oder nein..?!
    Unsere 2 Söhne sind 7 und 5 Jahre alt.
    Wenn ich süße babybilder von Ihnen anschaue oder Ihnen beim schlafen zuschaue platze ich vor stolz und Glück.
    Aber.. wenn sie sich streiten sage ich auch schon mal böse vor mich hin:“Das tue ich mir doch nicht nochmal freiwillig an..“
    Wir können nun alles gemeinsam zu viert Unternehmen, niemand muss Abstriche machen, bei der Fahrradtouren können alle mit..
    Ein weiteres 3 Kind, nachdem ich mich in ruhigen Momente sehne, würde den ganzen Ablauf über den Haufen werfen.. aber ich weiß auch wie groß die Vorfreude auf ein weiteres Baby wäre. Meiner Meinung darf man darüber nicht so viel nachdenken, denn freuen würde sich jeder in unserer Familie über Zuwachs. Und gehen tut es doch auch immer .. irgendwie 🤪
    Liebe Grüße aus Baden-Württemberg

    1. Liebe Martina,
      danke für den Kommentar!
      Stimmt, man darf gar nicht so sehr ins Grübeln geraten, sondern sollte (auch) auf das Herz hören, wenn die Umstände passen.
      Für uns war es eine super Entscheidung. Wir haben gut zu tun, doch das schaffen wir. Drei Kinder sind etwas Wunderbares. <3

  9. Danke für diesen Text.
    Wir befinden uns momentan auch irgendwie dazwischen.
    Kind nr 3. Ja oder nein?
    Wir wollten eigentlich nur zwei. Habe auch zwei Jungs (geboren 2014 und 2017).
    Wir hätten aber gerne noch ein kleines Mädchen. Erst habe ich gesagt: wir warten joch 5 bis 6 Jahre. Warum?
    Sohn 2.0 geht 2019 in die Kita und dann möchte ich meine zweite Ausbildung beginnen. 3 Jahre Ausbildung plus ein bis zwei Jahre arbeiten bevor ich schwanger werde. ABER dann dachten wir so. Wollen wir wirklich wenn unsere Söhne aus dem gröbsten raus sind nochmal von vorne Anfangen? NEIN.
    Wir haben auch eine pro und contra Liste.
    Pro
    Alle kleinen Entwicklungsschritte nochmal erleben
    Wenn das Kind in die Kita kommt ist mein Mann mit seiner Ausbildung fertig und ich kann mit meiner zweiten Anfangen.
    Alterabstand ist nicht zu groß.
    Und viele mehr.

    Contra
    Das finanzielle. Aber wir haben es bei Kind 1.0 auch geschafft zwei Jahre lang mit Alg2. Jetzt stehen wir besser da.
    Meine und seine Familie sind dagegen!!!
    Ich weiß nicht ob ich mir 3 Kinder zu traue. 🙈

    Mein Herz sagt ja, mein Verstand nein. Kennst du das?
    Sorry für den langen Text.🙈

    1. Huhu!
      ich liebe lange Texte und kann dich gut verstehen. Diese Liste hatten wir auch. Wieder eine Jobauszeit für mich?
      Letztlich zählt nur, was ihr möchtet. Nicht das, was die Familie sagt. Die sind oft nicht da, wenn man die Kinder gleichzeitig ins Bett bringen muss oder man sich durch den Alltag schleppt.
      Ja, es ist anstrengend. Aber es ist auch schön.
      Und die Grundbedingungen müssen für uns stimmen. Ausbildung etc finde ich wichtig. Auch Geld, ja. Die Kleidungskosten steigen auch. Wenn das alles stimmt: auf‘s Herz hören: aber das kann euch keiner abnehmen. ❤️ ich wünsche euch alles Gute für die Entscheidung!

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