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Wir schenken uns nichts… Oder doch?

Jedes Jahr dasselbe: Zu Weihnachten vereinbart man mit der Familie oder mit Freunden, dass man sich gegenseitig nicht schenkt. Und dann übergibt eine Tante ein super schönes Parfüm und Mama zückt einen Gutschein oder Bargeld. “Ist ja eine Kleinigkeit!” Und man selbst steht da, natürlich ohne Geschenk und selbst Blumen hat man nicht mitgebracht. Was hilft denn da? Gespräche und Planung vorab.

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Ohne Geschenk ist es auch peinlich

Besonders wenn man eingeladen ist fragt man sich: Bringen wir jetzt etwas mit, obwohl wir uns nichts schenken? Vorsichtshalber backe ich lieber einen Kuchen, packe Schokolade, Wein oder Blumen ein. Mit leeren Händen kommen möchte man nicht. Doch was heißt denn nun: Wir schenken uns nichts. Nichts nichts? Oder nur eine Kleinigkeit? Es kommt darauf an…

Wenn aber plötzlich alle anderen Geschenke verteilen, man sogar selbst welche bekommt, aber keine zum Verschenken hat, wird es peinlich! Da hilft vielleicht nur noch klare Kommunikation, um aus der Falle wieder herauszukommen. “Ach, ist doch nicht schlimm.” werden die anderen vielleicht sagen und es auch so meinen. Schlimm ist aber, das man ausgerechnet selbst in die Falle tappt: ohne Geschenk für andere sein.

Hey, ich habe kein Geschenk für dich. Wir schenken uns doch nichts. Oder doch? - Mehr dazu auf bitte.kaufen
Hey, ich habe kein Geschenk für dich. Wir schenken uns doch nichts. Oder doch?

Klare Absprachen treffen

Man könnte meinen, das hätte man getan, indem man vor dem Fest darüber einig war, sich nichts zu schenken. Hat nur leider nicht geklappt, nicht wahr? Helfen kann es, wenn man nach dem Fauxpas mit den Freunden bzw. der Familie ins Gespräch geht.

Oft ist es den widerrechtlich Schenkenden gar nicht bewusst, wie unangenehm es ist, beschenkt zu werden, ohne selbst etwas parat zu haben. Gerade enge Familienmitglieder wie Eltern sehen das nicht so streng. Manche übergehen die Abmachung sogar mit Absicht – nicht mal aus Böswilligkeit. Sie möchten einfach eine Freude machen. Also sollte man lieber eine Lösung finden, die allen passt.

Meist gerne gesehen: Schöne Blumen als Mitbringsel, um nicht mit leeren Händen zu kommen. - Mehr dazu auf bitte.kaufen
Meist gerne gesehen: Schöne Blumen als Mitbringsel, um nicht mit leeren Händen zu kommen.

Wir schenken uns nichts: Geschenk nicht annehmen?

Wie wäre es denn, wenn man das Geschenk einfach nicht annehmen würde. “Wir wollten uns doch nichts schenken?!” – Schwierig! Wer will schon als Miesepeter dastehen? Doch ein Geschenk annehmen, während man sich selbst an die Vereinbarung hielt und nichts besorgt hat?

Da kommt es vermutlich ganz auf die Familienkonstellation bzw. das Verhältnis zu den Freunden an. Können sie eine Absage ertragen und vor allem: Möchte man das selbst überhaupt?

Geschenkideen in der Großfamilie

Wenn alle zusammenkommen: Von den Urgroßeltern zu den Urenkeln mit vielen Kindern wird es schwierig. Wie kann man jedem eine Freude machen, ohne dass sich andere zurückgesetzt fühlen? Große Geldgeschenke sind da eher nicht drin. Doppelt schenken mag man auch nicht. Wichtig ist, dass man sich tatsächlich einig ist, wer wie viel und was schenkt.

Tipp: Leg einfach Wunschzettel an! Für jedes Kind und für dich einen.

Vielleicht stimmen alle zu, dass nur die Kinder beschenkt werden? Bei vielen Familienmitgliedern ist es natürlich wichtig, dass die Kinder nicht mit Geschenken zugeschüttet werden. Es kam bei uns schon vor, dass die Kinder gar nicht mit dem Öffnen hinterherkamen. Dann packen mehrere Parteien lieber für ein größeres (oder eben nur ein kleines) Geschenk zusammen. Die Freude der Kinder wird nicht geringer sein!

Ein schönes Mitbringsel für die Tafel sind Cake Pops, Muffins oder Cupcakes! - Mehr zum Thema Wir schenken uns nichts auf bitte.kaufen
Ein schönes Mitbringsel für die Tafel sind Cake Pops, Muffins oder Cupcakes!

Jeder bringt etwas für die Tafel mit

Möchte man sich gegenseitig nichts schenken, wäre es doch schön, wenn jeder etwas für den Tisch mitbringt. Das kann alles sein: selbstgemachtes (oder gekauftes!) Essen, leckerer Nachtisch, Beilagen, hübsche Deko für Kerzen und Glitzer oder einfach zusätzliches Geschirr, wenn es daran fehlt.

Für die Verteilung der Aufgaben kannst du auch ganz einfach eine Liste anlegen. Der Organisator weiß am besten, was noch fehlt. Nach dem Verschicken reserviert jeder Gast einfach die Dinge, die er mitbringen möchte und alle sehen, was noch fehlt. Manchmal kann es so einfach sein. (Familienstreit bleibt oft aber dennoch nicht aus. ;))

Wichteln in der Großfamilie und mit Freunden

Irgendwann geht es in größeren Familien oder im großen Freundeskreis nicht mehr, dass man für jeden 20 € oder mehr ausgibt. Und ganz ehrlich: Möchte man 15 verschiedene Kleinigkeiten geschenkt bekommen, die vielleicht nur einstauben, die man sich nicht gewünscht hat oder die nicht von Herzen kommen, weil jemand ja noch drölfzig andere Geschenke kaufen musste?

Für uns war Wichteln mit der Familie und mit Freunden eine schöne Idee. Vorab kommen alle Namen in einen Topf und dann zieht jeder einen Zettel. Das geht mittlerweile mit verschiedenen Tools auch online. So kann jeder mitmachen, der Spaß daran hat.

Man sucht lediglich ein Geschenk für eine Person aus und bekommt dementsprechend auch nur ein Geschenk. Das kann sehr befreiend sein. Vor allem spart es nicht nur Geld, sondern man kann mit Eifer auf die Suche nach dem passenden Geschenk für die gezogene Person sein. Deswegen liebt man die anderen ja nicht weniger doll.

Wenn man eigentlich nichts braucht: Schrottwichteln

Eine lustige Variante ist das Schrottwichteln, das wir jährlich mit Freunden machen. Hier packt jeder bestenfalls ein olles Geschenk aus dem eigenen Hausrat in eine richtig trashige Verpackung. Je oller, desto toller! Dabei würfelt man reihum und wer eine Sechs hat, darf sich ein Paket aussuchen. Das geht z. B. 15 Minuten so. Sind alle Pakete weg, darf man von anderen klauen – weil die Geschenke vielleicht viel cooler aussehen!

Das Schöne: Da es meist wirklicher Tand ist, braucht sich auch keiner beleidigt fühlen, wenn das Geschenk mal nicht 100 %ig gefällt. Tuts nicht, versprochen.

Mit selbstgemachten Geschenken anderen eine Freude machen: z. B. mit selbstgezogenen Pflanzen - Mehr dazu auf bitte.kaufen
Mit selbstgemachten Geschenken anderen eine Freude machen: z. B. mit selbstgezogenen Pflanzen

Selbstgemachte Geschenke

Eine Idee ist es auch, nur Selbstgemachtes zu verschenken. Dann steckt auf jeden Fall viel Liebe drin und die Kosten bleiben im Rahmen. Hierfür bieten sich z. B. selbstgemachter Eierlikör, Schokolade, Kuchen im Glas oder auch Badepralinen und Badesalz an. Das kann man recht gut in Massen produzieren und hübsch eingepackt verleiht das dem selbstgemachten Geschenk eine persönlich Note.

Nur die Kinder beschenken

Das machen wir im Großen und Ganzen: Nur die Kinder werden beschenkt. Die sind nämlich noch fleißig dabei, Wunschzettel für den Weihnachtsmann zu schreiben. Vor allem haben sie noch echte Wünsche. Ab einem bestimmten Alter (so 30 ;)) weiß man ja nicht mehr, was man sich überhaupt noch wünschen soll.

So liegt der Fokus ganz klar auf den Kindern, die mit Freude ihre Geschenke auspacken. Man freut sich automatisch mit ihnen über ihre glänzenden Augen (wenn man richtig lag) und versteckt schnell die selbstgestrickten Socken von Oma. Die sind dann doch eher etwas für Leute, die es zu schätzen wissen: auch so ab 30.

Wir schenken uns nichts - oder doch? Was tut man, wenn man doch Geschenke bekommt? - Mehr dazu auf bitte.kaufen
Wir schenken uns nichts – oder doch? Was tut man, wenn man doch Geschenke bekommt?

Kostenlimit setzen: Nichts Großes Schenken

Um einen Rahmen zu wahren, kann man auch ein Kostenlimit für Geschenke vereinbaren. Ob beim Wichteln oder beim Geschenke für alle suchen: So weiß jeder, wie viel er oder sie für die Überraschung ausgeben darf. Wenn jedoch der eine Herzenswunsch auf dem Wunschzettel steht, könnten man jedoch überlegen, zusammenzulegen. Ein Blick auf die persönlichen Wünsche hilft sicher.

P. S. Wusstest du, dass du Wunschlisten von Freunden speichern kannst?

Das Notfallgeschenk in der Tasche haben

Und wenn man nichts vereinbart hat bleibt nur noch: Geschenke mit schlechtem Wissen annehmen, sie vehement ablehnen (nicht empfohlen) oder ein Notfallgeschenk dabei zu haben. Dieses zückt man dann, wenn man unverhofft doch ein Geschenk bekommt. Tada, natürlich habe ich auch ein Geschenk für dich!

Als Notfallgeschenk eignen sich vor allem haltbare Sachen wie eine schöne Flasche Wein, leckere Schokolade und Pralinen und eben die Dinge, die eher unpersönlich sind. Man weiß ja nicht, wer einem mit einem Geschenk überrascht, obwohl das nicht abgemacht war. Ganz schön kompliziert, oder? Doch was tut man nicht alles, um den Familienfrieden zu wahren? 😉

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Wir schenken uns nichts. Doch was, wenn es nicht alle so sehen? Sollte man ein Notfallgeschenk mitnehmen? - Mehr dazu auf bitte.kaufen
Wir schenken uns nichts. Doch was, wenn es nicht alle so sehen? Sollte man ein Notfallgeschenk mitnehmen?

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