Sarah Depold
9. August 2017

Mein Baby ist ein Spuckkind - was hilft?

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Ein bisschen hoffte ich, dass unsere Baby-Tochter kein Spuckkind wird, wie es Sohn 2.0 war. Dauernd lag sie im Nassen, nachdem die Milch wieder aus ihr herausgesprudelt kam. Schlimm ist das normale Spucken bei Kindern nicht, weiß ich von unserer Kinderärztin. Dennoch erfordert es mehr Aufmerksamkeit, verursacht mehr Wäsche und Überraschungseffekte. Alles Gute kommt von oben? ;)

Spucken bei Neugeborenen

Sofern das Spucken nicht schwallartig erfolgt, sich das Baby normal entwickelt, gut zunimmt und einen fitten Eindruck macht, ist alles im normalen Rahmen. Man darf das nicht mit einem krankhaften Magen-Darm-Infekt bei Kindern verwechseln. Das bestätigt nicht nur unsere Kinderärztin, sondern auch diverse Websites. Lästig ist es dennoch. Als Sohn 2.0 und Püppiline Neugeborene waren, lauschte ich ständig, auch nachts, ob sie spucken. Dann hieß es nämlich, komplett die Tücher als Unterlage wechseln und diese erneuern. Sicherheitshalber sprach ich das Spucken bei unserem Baby-Mädchen dennoch wieder bei der Kinderärztin an. Bei den regelmäßigen U-Untersuchungen würde eine rasche Abnahme jedoch schnell auffallen.

Was hilft gegen das Spucken bei Babys?

Hauptsache, weiter stillen! Dabei kann man ein wenig variieren, die Stillposition verändern, damit weniger Luft geschluckt wird oder gar aufrecht stillen. Geholfen hat das leider bei uns alles nichts. Wenn die Milch raus will, sucht sie sich ihren Weg.

Die Tipps gegen das Spucken sind zahlreich:

  • das Baby immer Bäuerchen machen lassen
  • unter die Babymatratze einen Ordner packen, damit sie höher liegen
  • nicht so schnell trinken lassen - Pausen beim Stillen
  • aufrecht stillen
  • auf gute Stilltechnik achten

Was Spuckbabys nicht hilft

Auf keinen Fall sollte man deswegen abstillen oder aus diesem Grund angedickte Nahrung zufüttern. Da gibt es auch dieses eine Produkt, für das ich keine Werbung machen mag, weil ich die Firma nicht unterstützen mag. Warum sollte man einem Baby Andickmittel verabreichen? Im Zweifel bitte immer den Kinderarzt bzw. einer Still- und Laktationsberaterin ansprechen und um Rat bitten. Vielen Dank an dieser Stelle an @MeisemitHerz, die mir empfahl, die Stillberatung in den Vordergrund zu stellen, da sie die Profis und um die Muttermilch sind. :) Zudem empfahl sie mir den sehr guten Blogbeitrag von Stillkinder, die das Thema Spucken sehr umfangreich behandeln.

Vielleicht ist die eine oder andere Sache gerade bei dem Baby zu empfehlen? Nur Abstillen sollte keine Lösung sein, da stimmen mir sicher die meisten zu.

Wie lange dauert das Spucken?

Bei meinem Sohn dauerte es mehrere Monate an. Auch Püppiline spuckt mit ihren 3 Monaten noch regelmäßig. Immer wenn ich denke, dass es nun aufhörte, fängt es wieder von vorne an. Eine Mama berichtete mir, dass ihr Sohn trotz Brei auch noch mit 7 Monaten spuckt. So lange dauerte es bei meinem Sohn zwar nicht, aber wer weiß, wie lange unser Baby-Mädchen noch spucken wird.

Anzeichen für Spucken

Dass meine Tochter spuckt, bemerke ich manchmal frühzeitig, weil sie sich windet und ächzt und stöhnt. Dann sehe und höre ich, dass ihr etwas nicht passt. Was das ist, merke ich dann schnell, wenn ich sie hochnehme: sie muss spucken! Besonders als Neugeborene hatte sie damit zu kämpfen. Verrückt, welche Geräusche so kleine Babys schon machen können, wenn es im Bauch arbeitet!

An anderen Tagen lief es ohne Vorzeichen einfach aus ihr raus. Manchmal mehrere Male hintereinander, manchmal viel und dann wieder wenig. Zwischenzeitlich versuchte ich einen Zusammenhang zwischen meiner Ernährung und ihrem Spucken zu finden, doch ich fand nichts. Vermutlich muss man da einfach durch, denn auch einigen Babys mit Kunstmilch geht es so.

Tipps bei Spuckbabys

Nach zwei Spuckkindern bin ich quasi Expertin auf dem Gebiet, was man für Spuckbabys braucht: viele, viele Tücher und Kleidung. Ich kaufte vor allem Spucktücher in Massen. Da konnte ich nicht mehr auf ein schönes Design achten, sondern nur noch auf den Preis. Ich bestellte im Großpack weiße Spucktücher (Amazon-Werbelink). Ein paar hübsche, gemusterte Tücher kaufte ich dazu, damit hier auch ein wenig Farbe einzieht.

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Die Spucktücher sind überall: im Babybett als Kopfunterlage, im Kinderwagen, auf der Couch, auf der Krabbeldecke im Laufstall, auf der Activity-Decke und ständig auf unseren Schultern, wenn wir sie halten. Haben wir mal kein Tuch parat, spuckt sie garantiert. Viele Grüße von Murphy!

Zudem haben wir viele Oberteile, die wir schnell wechseln können, falls sie sich selbst vollspuckt. Da mag ich am liebsten die Wickelpullover (Amazon-Werbelink), die man fix ausgezogen hat. Mit etwas Glück ist der Body darunter unversehrt.

Was hilft also bei Spuckkindern? Durchhalten.

6 comments on “Mein Baby ist ein Spuckkind - was hilft?”

    1. Danke für den Hinweis! Deswegen schrieb ich, dass man das mit dem Kinderarzt besprechen sollte und ich das auch beim zweiten Kind tat.
      Spucken kann auch andere Ursachen wie eine Unverträglichkeit haben, darauf gehe ich nicht ein, da ich keine Medizinerin bin. Das ist nur meine Sicht.
      Danke dir!
      Liebe Grüße
      Sarah

  1. Hallo liebe Mamas 😊

    Ich habe auch ein Spuckkind und gebe euch gerne meine Erfahrungen mit auf den Weg.

    Meine Maus ist jetzt knapp elf Wochen alt und ich muss dazu sagen das ich seit der zweiten Lebenswoche zufütter bzw ist es mittlerweile so das sie nur noch die Flasche bekommt.
    Als ich die ersten zwei Wochen voll gestillt habe hat sie auch schon gespuckt und ich habe anfangs ganz normale Pre Nahrung zum zufüttern genommen. Das spucken ging immer weiter und meine Hebamme meinte ich soll eine Anti-Reflux-Milch versuchen. Gesagt getan. Diese spezielle Nahrung nehme ich nun seit knapp vier Wochen aber eine Besserung ist nicht eingetreten.

    Ein weiterer Vorschlag der Hebamme war, wenn die Anti-Reflux-Milch nicht hilft, die normale Pre Nahrung anstatt mit Wasser mit Fencheltee anzumischen (soll früher wohl geholfen haben). Das werde ich ab nächster Woche probieren - sofern sie das mit dem Fencheltee überhaupt will da sie Fencheltee als solchen nicht mag.

    Gesagt wurde mir auch ich solle die Flaschen wechseln da es bei einer Bekannten geholfen hat. Auch das habe ich getan - ohne Erfolg. Sie spuckt weiter. Mal mehr mal weniger. Selbst in der Kombi mit Flaschenwechsel und Anti-Reflux-Milch. Auch wenn ich ihr bei einer Mahlzeit drei, vier oder fünf mal die Flasche wegnehme um ein bäuerchen zu machen hilft nix. Entweder sie schreit alles zusammen so wie in der Art "spinnst du mir mein essen wegzunehmen?!" oder sie spuckt schon beim nur hochnehmen in Richtung Schulter alles raus was grad rein ist. Und selbst wenn sie jedes mal ein bäuerchen macht spuckt sie manchmal sogar erst eine Stunde später alles wieder aus.

    Also mein Ratschlag - Geduld, jede Menge Lätzchen, eine gut funktionierende Waschmaschine und Spucktücher da haben als hättest du ein Großhandel 🙃😌

    Ach und diesen "Speihkinder sind Gedeihkinder" Spruch kann ich auch nicht mehr hören - hilft nämlich auch nicht weiter wenn nicht nur das Kind sondern auch man selbst jedes mal mit halb verdauter Milch vollgekotzt wird.

    Bis dahin gutes durchhalten und liebe Grüße 🙋😘

    1. Liebe Peggy,
      vielen Dank für deine hilfreichen Worte. :)
      zum Glück hat man auch noch die Kinderärzte, die man im Zweifel befragen kann - sollte man eh, wenn man sich Sorgen macht!
      Jedoch würde ich nicht mit Tee anmischen, jedenfalls nicht bei ganz kleinen.
      An alle: Holt euch hier gerne weitere Erfahrungen von ExpertInnen. <3
      Liebe Grüße
      Sarah

  2. Hallo liebe Sarah,

    meine Tochter ist gerade 2 Wochen alt und spuckt auch nach fast jeder Mahlzeit. Laut Kinderärztin sei das bei Neugeborenen normal. Sie wird zu 90% gestillt, Pre Nahrung bekommt sie auch noch zusätzlich.

    Konntest du beide Kinder zum Schlafen in der Nacht ablegen? Ich habe nämlich Angst, dass sie in der Nacht spuckt und ich es nicht mitbekomme.

    Liebe Grüße,
    Chana

    1. Hi Chana,
      genau, diese Fragen immer erst mit der Ärztinklären. :)
      Bei uns ist das ja schon ein paar Jahre her, ich habe immer Moltontücher unter den Kopf gelegt und dann gewechselt.
      Das Spucken dauerte bei uns sieben Monate, die Ärztin erkennt aber, ob das so ok ist. :)
      Bis dahin: aushalten und Wäsche waschen. 🥰

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